13.11.2008 | Sorttourer Hayabusa..
Der Mensch schafft sich immer wieder neue Symbole, um den Fortschritt zu markieren. Eine solche Wegmarke ist Suzukis Sporttourer Hayabusa 1300 (GSX 1300 R).
Im Japanischen steht „Hayabusa“ für Wanderfalke. Hierzulande steht das superschnelle Krad für zweierlei: für ein Sportgerät der unbegrenzten Möglichkeiten und für ein Zukunftskonzept, das ins Reich des Irrsinns führen kann.
Fürs Jahr 2008 ist dieser Renner aus einer anderen Dimension neu erschaffen worden: noch größer, noch stärker. Wegen der Euro-3-Regelung bei Motorrädern wurde der Hubraum um 3,1 Prozent auf 1340 ccm erhöht. Die Leistung stieg auf 194 PS (plus 19 PS).
Neben einer Neukonstruktion des Motors wurden Verkleidung und Tank stark überarbeitet, um dem Fahrer auch bei höchsten Geschwindigkeiten noch Windschutz zu bieten.
Die Elektronik erhielt eine hilfreiche Ganganzeige und umschaltbare Leistungskurven. Auf Letztere könnte getrost verzichtet werden, da die Wirkung kaum spürbar ist.
Wir fuhren die erste Hayabusa bereits im Jahr 2000. Ein Motorrad aus dem Windkanal. Das erste Serienmotorrad, das die Geschwindigkeitsgrenze von 300 km/h durchbrach.
Eine Diskussion über Gefahren durch nicht mehr zu beherrschende Geschwindigkeiten bei Motorrädern setzte daraufhin ein und veranlasste Suzuki und andere Hersteller zu einer freiwilligen Leistungsbeschränkung.
Eine elektronische Steuerung verhindert daraufhin bei Motorrädern ab Baujahr 2001 die Überschreitung einer Geschwindigkeit von 298 km/h. Ein Gentleman-Agreement.
Um es vorweg zu sagen: Nein, wir fuhren die neue Hayabusa nicht bis an ihre Leistungsgrenze aus. Schon unter Tempo 200 entsteht nämlich hinter der flachen Rennverkleidung ein starker Sog, der am Helm zieht. Über Tempo 250 scheinen die anderen Fahrzeuge auf der Autobahn zu parken.
