16.01.2012 | Honda Fireblade
Im Jahr 2008 kam die Fireblade vom Typ SC 59 auf den Markt, ein bahn-brechendes, von Grund auf neu konstruiertes Motorrad. Für die Saison 2009 wurde sie wie ihre kleine Schwester CBR 600 RR mit ABS-Option angeboten. Abermals eine bahnbrechende Neuerung. So verwundert es kaum, dass die Entwicklungsschritte für das kommende Jahr deutlich kleiner ausfallen. Immerhin, der Kurbeltrieb der Fireblade bekommt knapp sieben Prozent mehr Schwungmasse, was das mitunter etwas ruppige Lastwechselverhalten des Vierzylinders zähmen soll.
Die hinteren Blinker und der Kennzeichenhalter sind nun zu einer Einheit zusammengefasst, die für den Rennstreckenbetrieb rasch demontiert werden kann. Weitere kleinere Änderungen betreffen die Form des Hinterradkotflügels und die Abdeckung der Rückleuchte, die jetzt in Klarglas ausgeführt ist. Neue Farbkombinationen, darunter eine aparte orange/silberne Lackierung, schließen den Katalog der Retuschen ab. Zum 50. Rennsportjubiläum im vergan-genen Jahr führte Honda eine weiß/rot/blaue Lackierung mit goldenen Rädern ein; sie bleibt leicht abgewandelt im Programm. Auf der anderen Seite der Temperaturskala und Modellpalette, bei den coolen Cruisern also, ist Honda dabei, ein Ver-sprechen wahrzumachen. Bis 2010, so hatte der Hersteller vor Jahren angekündigt, würde jedes Straßenmotorrad über 250 cm3 mit innovativer Bremstechnik erhältlich sein. Also entweder mit ABS, einer auf den jeweiligen Maschinentyp abgestimmten Version des Kombibremssystems CBS oder beidem zusammen.
Honda Shadow 750
Mit der Fury und zweien der drei Shadow-Modelle führt Honda ABS im Segment der Chopper und Cruiser ein. Angesichts des problematischen Bremsverhaltens dieser Motorräder eine lobenswerte, aber längst überfällige Pioniertat.
Nach Fireblade und CBR 600 RR im vergangenen Jahr und der VTX 1300 Fury in diesem erhalten nun auch die 750er-Modelle, der Cruiser Shadow 750 C-ABS und der Chopper Shadow Spirit 750 C-ABS mit dem großen Vorderrad ein Kombi- bremssystem und ABS. Damit haben die Blockierverhinderer auch in die Segmente der Supersportler und der Chopper/Cruiser Einzug gehalten. Gerade bei den letzteren eine längst überfällige Entwicklung. Voraussetzung war die Umstellung von Trommel- auf Scheibenbremse im Hinterrad, ansonsten sind die Shadow-Modelle technisch gleich geblieben. Nach wie vor leistet ihr wassergekühlter Dreiventil-V2 knapp 46 PS.
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Das gilt auch für die dritte Shadow-Variante, die neu ins Angebot aufgenommene Shadow Black Spirit. Wie die Modellbezeichnung andeutet, trägt sie einen noch größeren Anteil an schwarzen Teilen als die Standard-Shadow, die ebenfalls in Schwarz erhältlich ist. Felgen, Motorgehäuse, Zylinder, Gabelgleitrohre und Lampentopf, ja sogar der Lenker und die vorderen Blinkerhalter hüllen sich in den dunklen Lack. Von der Spirit stammen die einteilige Sitzbank und der gekürzte Bopper-Hinterradkotflügel. Die Black Spirit ist nicht mit ABS erhältlich und behielt deshalb auch die hintere Trommelbremse der Vorjahresmodelle. Schwarz beschichtet, wie sich versteht. Die Preise aller vier neuen Hondas stehen noch nicht fest. Man darf jedoch als sicher annehmen, dass die Shadows mit dem serienmäßigen ABS die 8000-Euro- Grenze überschreiten werden.
Quelle:Motorrad Magazin.
